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Arterhaltung und Wiedereinbürgerungsversuche für die atlantischen Störe (Acipenser sturio und A. oxyrinchus) im Nord- und Ostseeeinzugsgebiet

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Produktbeschreibung
Störe sind weltweit diejenige Fischgattung mit dem höchsten Gefährdungsgrad, da sie auf Grund ihrer Langlebigkeit, der späten Geschlechtsreife und ihres komplexen Lebenszyklus extrem empfindlich auf anthropogene Belastungen reagieren. Die beiden in Nordeuropa vorkommenden Arten Acipenser sturio (Nordseeeinzugsgebiet) und A. oxyrinchus (Ostseeeinzugsgebiet) zeigten bereits am Ende des 19. Jahrhunderts einen massiven Rückgang. A. sturio muss heute, bis auf ein Restvorkommen in der Gironde (Frankreich), als kurz vor dem Aussterben stehend gelten. Im Rahmen von zwei E + E-Vorhaben des BfN wurden seit 1996 Grundlagen für die Arterhaltung von A. sturio und die Wiederansiedlung beider Arten durch den Aufbau von Elterntierbeständen, die Verifizierung von geeigneten Habitaten, die Modifikation von kritischen Fischereitechniken sowie erste experimentelle Besatzmaßnahmen zur Bestimmung der Habitatnutzung und -eignung geschaffen. Ziel ist es, langfristig selbstreproduzierende Populationen der beiden Arten in Deutschland und den Nachbarstaaten zu etablieren. Diese Ziele werden im Rahmen der Berner Konvention durch den 2009 angenommenen nationalen Aktionsplan für Deutschland flankiert.
85. Jahrgang 2010
Heft 12
Seitenbereich 514 - 519
DOI: 10.17433/12.2010.50153053.514-519