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Biodiversität fördern mit Wilden Weiden in der Vision "Wildnisgebiete" der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

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Produktbeschreibung
In Deutschland sollen nach der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) bis 2020 auf 2% (714000ha) der terrestrischen Fläche Prozessschutzflächen als Wildnisgebiete ausgewiesen sein. Nach den bisher konzipierten Kriterien sind nur Nationalparks eine bereits existierende Kulisse. Sie nehmen ca. 0,6% der terrestrischen Fläche ein. Weitere 500000ha neue Wildnis müssen ausgewiesen werden. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird hierbei in Deutschland, abgesehen von ehemaligen Militärflächen und Bergbaufolgelandschaften, vor allem an Waldökosysteme gedacht. Ein naturschutzfachlicher Mehrwert wird dort im Wesentlichen in der Totholzakkumulation liegen. Erkenntnisse der Störungsökologie, nach denen sich das 2%-Ziel durch eine gezieltere Ausweisung, Vorbehandlung und punktuelles "Management" weiter qualifizieren ließe, bleiben eher unberücksichtigt. In Anbetracht des Artenschwunds und der begrenzten Zugriffsmöglichkeiten des Naturschutzes auf Flächen plädieren wir für eine stringente Einbeziehung halbwilder Weidetiere in Wildnisgebieten. Große Pflanzenfresser wie Wisente, Rothirsche und robuste Haustierrassen sind ein entscheidender Faktor für mehr räumlich-zeitliche Dynamik. Ihr Störungseinfluss generiert Ressourcen und Nischen für seltene und gefährdete Arten.
93. Jahrgang 2018
Heft 7
Seitenbereich 314 - 322
DOI: 10.17433/7.2018.50153595.314-322

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