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Die dritte Bundeswaldinventur aus Sicht des Naturschutzes

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Produktbeschreibung
Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Wald kann nur über ein deutschlandweites Monitoring nachvollzogen werden. Der Vergleich der Daten der Bundeswaldinventur von 2002 (BWI2) und 2012 (BWI3) wird in diesem Beitrag für eine naturschutzfachliche Analyse und Bewertung genutzt. In diesem Zeitraum fand eine positive Waldentwicklung in Deutschland statt wie z.B. die Zunahme naturnäherer Waldbestände, alter Laubbäume und von Höhlenbäumen. Naturschutzfachliche Defizite bestehen aber weiterhin und äußern sich beispielsweise in einem geringen Holzvorrat alter Laubbäume sowie niedrigen Vorräten an stark dimensioniertem Totholz. Es wird empfohlen, die potenziell natürliche Baumartenzusammensetzung sowie geschützte Biotope und naturnahe Waldlebensraumtypen weiter zu fördern. Der Anteil an mehr als 160 Jahre alten Habitat- und Altbäumen bzw. Laubwäldern und der Vorrat an stark dimensioniertem, stehendem Totholz sollte weiter steigen. Zukünftige Waldinventuren sollten besondere Baummerkmale (Mikrohabitatstrukturen) differenzierter erfassen, und die Etablierung eines zusätzlichen Artenmonitorings (Flechten, Käfer, Moose, Pilze, Vögel, Fledermäuse) in zeit- wie räumlicher Anlehnung an die BWI-Aufnahmeflächen wird dringend empfohlen.
92. Jahrgang 2017
Heft 5
Seitenbereich 201 - 208
DOI: 10.17433/5.2017.50153463.201-208