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Die naturnahe Umgestaltung des Emschersystems und das ökologische Potenzial

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Produktbeschreibung
Die Emscher und Teile ihrer Nebengewässer wurden vor über 100 Jahren zu offenen Abwassersammlern ausgebaut. Mit dem Ende des Bergbaus und dem Ende damit verbundener Bergsenkungen ist es nun möglich, das Abwasser unterirdisch abzuführen und die Oberflächengewässer naturnah umzugestalten. In diesen entwickeln sich aquatische Lebensgemeinschaften, deren Entwicklung in dieser Studie untersucht wurde. Anhand von 248 Makrozoobenthos-Untersuchungen aus umgestalteten Gewässern des Emscherraums wurde das "ökologische Potenzial" nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie für "erheblich veränderte Gewässer" berechnet. Fast 40% der untersuchten Probestellen erreichen das "gute ökologische Potenzial". Diese Zielerreichung wird durch folgende Faktoren gefördert: Anbindung an naturnahe, nie verbaute Nebengewässer, aus denen anspruchsvolle Arten das umgestaltete Gewässer besiedeln können, Totholz im Gewässer, eine gute Gewässerstruktur, Laubgehölze und unversiegelte Fläche im Gewässerumfeld. Eisenocker und Entlastungsbauwerke oberhalb der Probestelle können die Zielerreichung behindern. Aus den Ergebnissen werden Vorschläge zur Optimierung der naturnahen Umgestaltung urbaner Gewässer abgeleitet.
90. Jahrgang 2015
Heft 8
Seitenbereich 383 - 390
DOI: 10.17433/8.2015.50153349.383-390