Entwicklung der staatlichen Wälder in der rezenten rheinland-pfälzischen Rheinaue von intensiv genutzten Forsten zu Naturschutzgebieten
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Produktbeschreibung
Nach der Rheinbegradigung nach Plänen des Badischen Ingenieurs Johann Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert wurden die rheinland-pfälzischen Auwälder nur noch selten überschwemmt, sodass sich die Vegetation deutlich veränderte. Die Waldböden, die Jahrhunderte lang mit angeschwemmten Sedimenten angereichert wurden, waren sehr fruchtbar und die darauf stockenden wuchskräftigen Wälder wurden intensiv genutzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die weitgehend noch natürlichen Waldbestände teilweise massiv umgewandelt in Holzplantagen mit Baumarten, die die bisherigen naturschutzfachlich wertvollen Bestände veränderten. Obwohl die rezenten Auwälder am Rhein bereits 2004 zu Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Gebieten erklärt worden waren und ebenso lange Vogelschutzgebiete sind, hat die örtliche Forstverwaltung diese Schutzgebietsvorgaben zunächst kaum beachtet, sondern weiter sehr intensiv Forstwirtschaft betrieben. Auf Initiative des Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) Rheinland-Pfalz und in Zusammenarbeit mit der amtlichen Naturschutzverwaltung wurden 2015 alle staatlichen Auwaldflächen in der rezenten Aue durch das rheinland-pfälzische Umweltministerium in Mainz für Naturwaldentwicklung vorgesehen und anschließend als Naturschutzgebiete ausgewiesen.