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Kostendämpfung durch Mehrleistungsabschläge

Zeitschriften
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Produktbeschreibung
Mit der Gesetzgebung zur DRG-Einführung sowie den Folgegesetzgebungsverfahren wurde der Wettbewerb zwischen den Anbietern von Gesundheitsleistungen und insbesondere Krankenhäusern in Deutschland zunehmend verstärkt. Krankenhäuser haben sich darauf eingestellt und führen durch verbesserte Leistungsangebote, verbesserte Qualität sowie verbesserte Serviceangebote den Wettbewerb um die Patientinnen und Patienten. Im Ergebnis werden erfolgreiche Krankenhäuser häufiger in Anspruch genommen, sodass ihre Leistungsmengen zum Teil deutlich steigen. Das Instrument der Zwangsabschläge auf Mehrleistungen wurde nach einem "Test" im Jahre 2009 im Jahr 2011 erneut von der Politik zur Kostendämpfung genutzt. Damit erfolgt ein Abrücken vom Prinzip "gleiches Geld für gleiche Leistung". Mehrleistungen werden mit Preisabschlägen versehen, was letztendlich zu einer Abwertung der Vergütung für die einzelnen Leistungen eines Krankenhauses führt. Mit wenigen Ausnahmen galten diese Abschläge 2011 weitestgehend unabhängig vom krankenhausindividuellen Fallmix in gleicher Höhe von 30 %.
Ab 2012 soll nach aktueller Gesetzeslage die Abschlagshöhe krankenhausindividuell vereinbart werden. Derzeit diskutiert die Politik über die Einführung mehrjähriger Mehrleistungsabschläge, deren Abschlagsquoten gesetzlich vorgegeben werden sollen.
104. Jahrgang 2012
Heft 6