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Möglichkeiten der rechtlichen Sicherung von nutzungsfreien Zonen und Baumveteranen im Wirtschaftswald

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Produktbeschreibung
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 5% der Waldfläche in Deutschland der natürlichen Entwicklung zu überlassen. Dazu ist es notwendig, auch kleinere Waldflächen langfristig aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Eine Bewirtschaftungsruhe sollte rechtlich abgesichert sein. Eine Möglichkeit besteht darin, dass der Staat rechtliche Vorschriften erlässt, die die Nutzung des Walds in abgegrenzten Bereichen verbieten. Die Waldgesetze der Bundesländer und das Bundesnaturschutzgesetz sehen für die Ausweisung von Totalreservaten unterschiedliche Instrumente vor. Mit Hilfe fachlicher Pläne kann eine Bewirtschaftungsruhe vorbereitet, jedoch nicht verbindlich abgesichert werden. Als finanzieller Anreiz dienen Programme zum Vertragsnaturschutz, die aber eine begrenzte Laufzeit haben und vielfach nur mit geringen Haushaltsmitteln ausgestattet sind. Privatrechtlich kann eine Nutzungsruhe im Wirtschaftswald am ehesten mit Hilfe einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit gesichert werden. Schuldrechtliche Verträge mit dem Waldeigentümer können unter bestimmten Voraussetzungen eine längerfristige Bewirtschaftungsruhe ebenfalls sicherstellen.
92. Jahrgang 2017
Heft 1
Seitenbereich 20 - 30
DOI: 10.17433/1.2017.50153431.20-30