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Naturbewusstsein in Deutschland und Konsequenzen für die Naturschutzkommunikation

Zeitschriften
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Produktbeschreibung
Die Naturbewusstseinsstudie aus dem Jahr 2009 belegt, dass die Deutschen mehrheitlich eine sehr positive Beziehung zur Natur haben. Eine differenziertere Analyse zeigt allerdings, dass es in der Bevölkerung durchaus unterschiedliche Ausprägungen des Naturbewusstseins gibt. In den hochgebildeten und gesellschaftlich gut gestellten Segmenten sind positive Einstellungen zur Natur weit verbreitet. Die im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt geringste Naturverbundenheit und größte lebensweltliche Entfremdung von der Natur lässt sich in jüngeren urbanen sowie in bildungsfernen Segmenten mit niedrigem ökonomischen Status beobachten. Für die Naturschutzkommunikation müssen Strategien entwickelt werden, die zum einen sowohl den Unterschieden im Naturbewusstsein als auch den lebensweltlichen Realitäten Rechnung tragen. Zum anderen müssen sie den unterschiedlichen kommunikativen Präferenzen in den verschiedenen soziokulturellen Bevölkerungssegmenten gerecht werden. Naturaffine Segmente sind direkt über den Zugang Natur ansprechbar. Hier ist die Wertschätzung von Natur zu stärken sowie naturschonendes Verhalten zu fördern. Für naturferne Segmente müssen hingegen Angebote gemacht werden, bei denen über Erlebnis, Spaß und Unterhaltung Zugänge zur Natur geschaffen werden.
86. Jahrgang 2011
Heft 5
Seitenbereich 189 - 195
DOI: 10.17433/5.2011.50153096.189-195