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Stakeholder-Dialoge - ein Instrument zur Bearbeitung von Konflikten um Biodiversität in mitteleuropäischen Wäldern

Zeitschriften
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Produktbeschreibung
Im BiK-F-Projekt "Wald- und Forstsysteme der Zukunft" wurde in einer Workshopreihe zentralen Stakeholdern des Wirtschaftswaldes ein runder Tisch für einen gemeinsamen Dialog geboten. Mit den zu mehreren aufeinander folgenden Workshops eingeladenen Stakeholdern wurden Zielkonflikte erörtert, die im Zuge der Klimaanpassung zwischen den unterschiedlichen Anspruchsgruppen des Waldes entstehen oder sich verändern werden. Anders als in der Literatur dargestellt, wo der Anbau von fremdländischen Baumarten als deutlicher Dissenspunkt erscheint, konnten in der Workshopreihe Grundlinien für einen Kompromiss erarbeitet werden. Weiterhin wurden Vorschläge skizziert, mit denen die Biodiversität in den umgebauten Wäldern weiter erhöht werden kann. Auch für die Verkürzung der Produktionszeiträume und die Folgen für Alt- und Totholzstrukturen traten in der durchgeführten Workshop-Reihe nur mäßige Konflikte zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz auf; hier überwog gegenseitiges Lernen und die Entwicklung von Konsenslinien. Proaktive und auf Kooperation gerichtete Stakeholder-Workshops sind unter bestimmten Voraussetzungen geeignet, um Konflikte zur Nutzung und zum Erhalt von Biodiversität zu entschärfen und Auswege aus ihnen zu finden. Regeln, mit denen sich nicht nur Konsensinseln schaffen, sondern auch Konflikte besser bearbeiten lassen, werden vorgestellt.
89. Jahrgang 2014
Heft 11
Seitenbereich 478 - 482
DOI: 10.17433/11.2014.50153305.478-482