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Untersuchungen zur Diasporenbank einer Kurzumtriebsplantage (KUP) im Vergleich mit einer konventionell bewirtschafteten Ackerfläche

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Produktbeschreibung
Die Diasporenbank fand bei Untersuchungen der Erzeugung von Biomasse in Kurzumtriebsplantagen (KUP) bisher kaum Berücksichtigung. In der hier vorgestellten Arbeit wurde festgestellt, in welchem Maß der Anbau von KUP Auswirkungen auf die Diasporenbank im Boden hat. Dazu wurden in zwei 11-jährigen Pappelbeständen der KUP Methau I (Sachsen), wovon einer nach 9 Jahren auf den Stock gesetzt wurde (Wiederaustrieb), und einer Referenzfläche (Ackerfläche) Bodenproben gewonnen und die enthaltenen Diasporen im Gewächshaus zur Auskeimung gebracht. Insgesamt wurden 60 Arten und 23948 Individuen ermittelt. Im 11-jährigen Pappelbestand wurden 50 Pflanzenarten nachgewiesen, im Wiederaustrieb 48 und auf der Ackerfläche 45. Es konnten Unterschiede in der Artenzusammensetzung bezüglich Gruppenspektren von Wald- und Nichtwaldarten, Lebensformen und Strategietypen festgestellt werden. Bei den Lebensformen konnte z.B. ein Rückgang der gekeimten Diasporen der Therophyten auf der KUP beobachtet werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigen nach 11-jähriger Nutzung der Fläche als KUP erst einen beginnenden Wandel der Diasporenbank an. Dieser geht damit langsamer vonstatten als erwartet.
91. Jahrgang 2016
Heft 3
Seitenbereich 119 - 125
DOI: 10.17433/3.2016.50153384.119-125