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Vom Mammut zum Rothirsch: Dynamik der Megafauna und Landschaft am Ende der Eiszeit

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Produktbeschreibung
In den Naturwissenschaften ist es von großem Interesse, wie sich Tierwelt, Vegetation und Landschaft am Ende der Eiszeit vor und nach dem Eingreifen des Menschen entwickelt und gegenseitig beeinflusst haben. In der Paläoökologie werden große Herbivoren der so genannten Megafauna (>45kg) als Modellorganismen genutzt, um solche komplexen Prozesse zu rekonstruieren. Die subfossilen Knochenreste dieser Arten wurden durch die häufige Bejagung in der Steinzeit im Gegensatz zu anderen Wirbeltierarten vergleichsweise repräsentativ im Erdreich abgelagert. In Mitteleuropa breiteten sich vor ca. 14000 - 13000 Jahren schon Rothirsch, Reh, Ur, Wildschwein und Elch mit unterschiedlicher Dynamik nördlich der Alpen aus. Diese Arten stellen zusammen mit dem Waldwisent und dem Wildpferd einen potenziell natürlichen Bestandteil der nacheiszeitlichen Ökosysteme Mitteleuropas dar, und durch sie induzierte Prozesse bedeuten daher "natürliche Wildnis". Wildpferde und Totholzkäfer, welche als Indikatoren für den Zustand der nacheiszeitlichen Urlandschaft herangezogen werden, zeigen, dass auch der Mensch spätestens seit der Jungsteinzeit einen Einfluss auf die Biodiversität hatte.
91. Jahrgang 2016
Heft 11
Seitenbereich 508 - 513
DOI: 10.17433/11.2016.50153421.508-513