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Von der "Urnatur" zum Ökosystemdienstleister

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Produktbeschreibung
Moorschutz besitzt seit jeher im Naturschutz einen hohen Stellenwert. Politische und sozioökonomische Widerstände verhinderten jedoch durchgreifende Erfolge. Bis in die 1960er-Jahre erfolgten Moorkultivierungen in einem großen politischen und gesellschaftlichen Konsens. Dagegen konnten die Schutzbegründungen von Naturschützerinnen und Naturschützern - zumeist mit einem zivilisationskritisch-kulturpessimistischen Impetus vorgetragen - nur wenig ausrichten. Da ökologische Erkenntnisse noch fehlten, mischten sich zunächst kulturell-ästhetische sowie naturwissenschaftliche Argumente. Moore seien schützenswerte Urnatur. Später kamen Artenschutzargumente hinzu. Erst die FFH-Richtlinie und der Klimadiskurs mit dem Hinweis darauf, dass Moore als Kohlenstoffsenken fungieren und Ökosystemdienstleistungen anzubieten haben, ließen die Bereitschaft zum Moorschutz steigen. Die Konflikte um Schutz und Nutzung werden am Beispiel des zu Beginn des 20. Jahrhunderts größten noch intakten nordwestdeutschen Moors, der Esterweger Dose, dargestellt.
87. Jahrgang 2012
Heft 1
Seitenbereich 24 - 29
DOI: 10.17433/1.2012.50153140.24-29