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Waldfledermausschutz in Deutschland: Sichern FFH-Gebiete und Alt- und Totholzkonzepte den Erhaltungszustand geschützter Fledermausarten?

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Produktbeschreibung
Wälder bedecken etwa ein Drittel der Landfläche Deutschlands. Die Waldbewirtschaftung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Artenvielfalt insgesamt sowie die Lebensraumeignung der Wälder für waldbewohnende Fledermausarten. Im vorliegenden Beitrag werden die Lebensraumansprüche von Waldfledermäusen den Maßnahmen in den gegenwärtig vorliegenden Alt- und Totholzkonzepten, Naturschutzleitlinien und Managementvorgaben für FFH-Gebiete der Bundesländer gegenübergestellt und deren Wirksamkeit wird diskutiert. Trotz grundsätzlich guter Ansätze werden die komplexen Lebensraumansprüche von Fledermäusen noch in zu geringem Maß berücksichtigt. Deutlich mehr Rechnung getragen werden muss z.B. dem hohen Bedarf an geeigneten Baumhöhlen und deren Assoziation mit Nahrungshabitaten. Der flächenscharfe Kenntnisstand zu Fledermausvorkommen auf Ebene der Forstreviere ist zu gering, um diese bei der Bewirtschaftung rechtssicher berücksichtigen zu können. Die unzureichende Umsetzung der Verpflichtungen der FFH-Richtlinie hinsichtlich des Managements der Schutzgebiete macht deren Ausweisung für Waldfledermäuse bislang weitgehend wirkungslos. Notwendig sind eine verbesserte Schulung der forstlichen Berufsgruppen und eine stärkere Berücksichtigung der Biozönosen alter Wälder bei der Bewirtschaftung.
95. Jahrgang 2020
Heft 4
Seitenbereich 162 - 171
DOI: 10.17433/4.2020.50153791.162-171

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