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Ziegenstandweiden auf degradierten Xerothermrasen im Unteren Saaletal - Auswirkungen auf Flora und Vegetation

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Produktbeschreibung
Die Entstehung und Erhaltung von Xerothermrasen war im mitteldeutschen Raum zumeist eng mit Triftbeweidung durch Schafe und Ziegen verbunden. Auf Grund sozioökonomischer Veränderungen wurde jedoch vielerorts die Bewirtschaftung aufgegeben. Betroffen waren insbesondere isoliert gelegene Grenzertragsstandorte. Für diese kleinen, jedoch naturschutzfachlich sehr wertvollen Splitterflächen sind neue Managementmethoden erforderlich. Am Beispiel von Trockenstandorten im Unteren Saaletal (Sachsen-Anhalt) wird gezeigt, dass Ziegenbeweidung eine effiziente Maßnahme zur Wiederherstellung und zum Erhalt von Xerothermrasen sein kann. Nach vier Weidejahren wurden rückläufige Gehölzdeckungen auf stark verbuschten Flächen von durchschnittlich 58,1 % auf 34,3 % und auf gering verbuschten Flächen von 14,7 % auf 6,4 % festgestellt. Demgegenüber wurde auf unbeweideten Kontrollflächen eine deutliche Zunahme der Gehölze erfasst. Signifikante Unterschiede zwischen den beiden Bewirtschaftungstypen wurden darüber hinaus bei den Brachezeiger- und Streufilzdeckungen innerhalb gering verbuschter Bereiche registriert. Um bestehende Pflegedefizite (Verbuschung, Streufilz) zurückzuführen, war anfänglich eine intensivere Beweidung erforderlich. Seltene Xerothermrasenarten reagierten trotz der notwendigen höheren Besatzstärken in der Wiederherstellungsphase positiv bzw. blieben in ihrer Populationsgröße stabil. Anfängliche Bedenken von Naturschutzpraktikern konnten damit ausgeräumt werden.
89. Jahrgang 2014
Heft 5
Seitenbereich 200 - 208
DOI: 10.17433/5.2014.50153271.200-208