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Zustand und Schutz der Flussauen in Deutschland

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Produktbeschreibung
Der heutige Zustand der Flussauen ist das Ergebnis einer intensiven Auennutzung, des Baus linearer Deichsysteme sowie des Gewässerausbaus. Durchschnittlich sind zwei Drittel der ehemaligen Flussauen durch Deichbau verloren gegangen. Nur noch etwa 10 % der verbliebenen rezenten Flussauen sind als ökologisch funktionsfähig einzustufen. Trotz ihres weit reichenden Schutzstatus als FFH- und Naturschutzgebiete gehören naturnahe Auen zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen in Deutschland. Der Bund und viele Bundesländer haben eigene Förderprogramme zur naturnahen Entwicklung von Gewässern und Auen aufgelegt. Das Bundesamt für Naturschutz hat seit 1979 rund 50 modellhafte Projekte im Bereich Gewässer- und Auenschutz gefördert. Trotz einiger ermutigender Erfolge bei der Renaturierung von Gewässern und Auen verdeutlichen die Ergebnisse, dass nach wie vor ein dringender Handlungsbedarf besteht, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben und den ökologischen Zustand der Auen zu verbessern. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Auenzustands würden auch die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie unterstützen.
87. Jahrgang 2012
Heft 4
Seitenbereich 161 - 167
DOI: 10.17433/4.2012.50153154.161-167