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Produktbeschreibung
Kaum ein Begriff hat in der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte so stark an Bedeutung gewonnen wie "Ersteinschätzung". Ursprünglich aus klar definierten klinischen Kontexten stammend, etwa der strukturierten Priorisierung in Notaufnahmen, wird er inzwischen in unterschiedlichsten Zusammenhängen als Instrument der Patientensteuerung genutzt. Angesichts steigender Belastungen der GKV, unkoordinierter Patientenströme und politischer Reformbemühungen erfährt der Begriff eine zunehmende Instrumentalisierung. Dieser Beitrag untersucht, was hinter der "Ersteinschätzung" tatsächlich steckt, welche Risiken sich aus der normativen und politischen Überdehnung des Begriffs ergeben und warum eine präzise Terminologie für nachhaltige Reformen unabdingbar ist.