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"Gene-Drive-Organismen" zur Bekämpfung invasiver Arten? Nicht reif für die Praxis

Zeitschriften
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Produktbeschreibung
Molekularbiologische Methoden haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und die Möglichkeit eröffnet so genannte "Gene-Drives" (GD) künstlich herzustellen, um wilde Populationen zu verändern oder auszulöschen. Mittlerweile gibt es konkrete Forschungsansätze, GD als "Wunderwaffe" zur Bekämpfung invasiver Arten einzusetzen, beispielsweise gegen invasive Nager auf Inseln. Aus diesem Grund möchten wir in die Technik einführen und auf grundlegende Probleme hinweisen, die mit der Verwendung von GD in Labor und Freiland verbunden sind. Nach unserer Einschätzung ist die Technik noch nicht praxisreif. In Anbetracht weitreichender ökologischer Auswirkungen, die eine GD-Freisetzung mit sich bringen kann, empfehlen wir eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen und höhere Anstrengungen im Bereich der Sicherheitsforschung. Vor dem Einsatz von GD sind zudem ethische und gesellschaftliche Fragen zu klären.
93. Jahrgang 2018
Heft 9+10
Seitenbereich 462 - 464
DOI: 10.17433/9.2018.50153631.462-464