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Ökologisches Trassenmanagement unter und über Stromleitungen - Flächenpotenzial für den Naturschutz?

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Produktbeschreibung
Der Ausbau der Stromnetze für eine weitgehende Nutzung regenerativ erzeugten Stroms sollte nicht in Konflikt mit dem Naturschutz geraten. Dies gilt sowohl für die neuen Stromleitungen als auch für die ca. 62000km bestehenden Leitungen mit Höchst- oder Hochspannung (380kV, 220kV und 110kV) in Deutschland. Wo Stromleitungstrassen Wälder queren, ist weder die übliche Forstwirtschaft noch eine Etablierung naturnaher Wälder möglich. Auf diesen Flächen ist eine Bewirtschaftung bzw. Pflege notwendig, die zwar primär der Sicherheit der Stromübertragung dient, aber auch Naturschutzpotenzial hat, wenn Ökologisches Trassenmanagement (ÖTM) angewandt wird. Die etwa 7200km Hoch- und Höchstspannungstrassen, die durch Wald führen, bedecken eine Potenzialfläche für ÖTM von schätzungsweise etwa 36000ha. Von den über 50m langen Abschnitten in Wäldern liegen ca. 38% in Gebieten, die unterschiedlichen Naturschutzzwecken dienen. Da ÖTM kein Standard unter Freileitungen in Deutschland ist, besteht Klärungsbedarf zu den technischen und finanziellen Rahmenbedingungen für den Einsatz und die Einführung von ÖTM sowie für empfehlenswerte Maßnahmen.
96. Jahrgang 2021
Heft 8
Seitenbereich 393 - 400
DOI: 10.17433/8.2021.50153935.393-400