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Umbruch in der Biotechnologie: Sprung aus dem Labor in die Natur

Zeitschriften
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Produktbeschreibung
Derzeit werden neue genetische Technologien entwickelt, mit denen erstmals gezielt eine gentechnische Veränderung von Wildpopulationen angestrebt wird. Sie sollen dazu dienen, invasive Arten, Infektionskrankheiten oder landwirtschaftliche Schädlinge zu bekämpfen. Auch der Schutz gefährdeter Arten wird als ein mögliches Anwendungsfeld genannt. Das gemeinsame Merkmal dieser Technologien ist die Verselbstständigung des genetischen Eingriffs und damit einhergehend dessen Verschiebung aus den kontrollierten Bedingungen des Labors ins Freiland. Dieser "Sprung aus dem Labor" wirft verschiedene Fragen auf, sowohl zur Kontrollier- und Rückholbarkeit als auch zur Vereinbarkeit mit Naturschutzansprüchen. Der vorliegende Beitrag soll neben einer Einführung in Gene-Drives und horizontal environmental genetic alteration agents (HEGAA) vor allem auch die möglichen Risiken benennen, die mit der gentechnischen Veränderung wild lebender Organismen im Freiland verbunden sein können und möglicherweise neue Probleme für Risikobewertung, Risikomanagement und Monitoring mit sich bringen.
95. Jahrgang 2020
Heft 5
Seitenbereich 209 - 214
DOI: 10.17433/5.2020.50153799.209-214