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Und sie zählen doch!

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Produktbeschreibung
Der Beitrag nimmt zu der von Wolfgang Haber geäußerten Auffassung Stellung, ethische Argumente würden für die Erhaltung von Natur und Biodiversität nicht zählen. Dieser Ansicht setzt die Autorin die Überzeugung entgegen, dass ethische Argumente für den Naturschutz unentbehrlich sind. Um diese Auffassung zu stützen, diskutiert der Artikel fünf Aspekte der ethikskeptischen Position: Gegen ein Verständnis der menschlichen Population als ausschließlich biologische Kategorie wird die Differenzierung unterschiedlicher Lebensstile und gesellschaftlicher Naturverhältnisse eingefordert. Es wird argumentiert, dass der Naturschutz die Frage nach dem "Guten Leben" nicht verwerfen, sondern vielmehr mit größerem Nachdruck stellen und nach Antworten darauf suchen sollte. Die Frage nach dem moralischen Eigenwert der Natur wird als Engführung ethischer Argumente dargestellt. Der damit häufig verbundenen Entgegensetzung humanitärer und naturschützerischer Ziele wird ein inklusiver Humanismus entgegengesetzt. Abschließend wird die Selbstwidersprüchlichkeit naturalistischer Begründungsversuche kritisch erörtert.
89. Jahrgang 2014
Heft 7
Seitenbereich 317 - 320
DOI: 10.17433/7.2014.50153285.317-320