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Verbesserte Artenvielfalt durch den Anbau mehrjähriger Kulturarten zur Biogasproduktion?

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Produktbeschreibung
Der starke Ausbau der Biogaserzeugung mit seiner hohen Flächeninanspruchnahme hat in den vergangenen Jahren zu heftigen Diskussionen geführt, unter anderem dazu, in welchem Maß Synergien mit Zielen des Schutzes von Natur und Landschaft realistisch sind. Der Beitrag beleuchtet neuere Ergebnisse aus F+E-Projekten des BfN und legt dabei den Schwerpunkt auf die Habitateignung von mehrjährigen Kulturarten, die als Biogassubstrate nutzbar sind. Die Ergebnisse der Projekte werden im Kontext der Debatte zur Zukunft der Bioenergie diskutiert. Es kann bestätigt werden, dass mehrjährige Kulturarten geeignet sind, die Habitatvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhöhen. Die Einordnung in den aktuellen politischen Kontext des EEG 2016 zeigt aber, dass unter den aktuellen Bedingungen eher keine Ausweitung des Anbaus mehrjähriger Kulturarten zu erwarten ist. Neben einer stärkeren Orientierung auf Reststoffe könnten auch naturschutzfachliche Aufwertungen der Agrarlandschaft die notwendigen Impulse für einen Rollenwechsel des Biogassektors vorgeben: Weg vom Konkurrenten, hin zu einem Verwerter extensiverer Materialien, weg von vereinheitlichten Landschaften hin zu größerer Vielfalt der Anbaukulturen. Notwendige Impulse und Regelungen werden z.B. in der Ausgestaltung künftiger Ausschreibungen und auch in anderen Bereichen als dem Energierecht zu suchen sein.
92. Jahrgang 2017
Heft 5
Seitenbereich 214 - 220
DOI: 10.17433/5.2017.50153467.214-220