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Vermittlung von Artenkenntnis in der Schule - eine Analyse der Bildungspläne in Deutschland

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Produktbeschreibung
Die Wahrnehmung von Arten und die Fähigkeit, Arten zu identifizieren, sind fundamental für ein Verständnis von Biodiversität. Wir haben deshalb untersucht, in welchem Umfang die Vermittlung von Kenntnissen über einheimische Pflanzen- und Tierarten in den Bildungsplänen aller allgemeinbildenden Schulformen der 16 Bundesländer Deutschlands (Klassen 1-13; Stand Frühjahr 2020) vorgesehen ist. Die Suche nach verschiedenen Stichworten (u.a. Natur, Lebewesen, Vegetation, Biodiversität, Organismen, Pflanzen, Tiere) und taxonomischen Begriffen ergab 872 relevante Unterkapitel bzw. Abschnitte, die sich auf fast alle Schulfächer und alle Klassenstufen verteilten. Nach der Einschränkung auf die explizite Vermittlung von Artenkenntnissen verblieben davon 148; die meisten in Sachsen (27), die wenigsten in Nordrhein-Westfalen (3). Der Schwerpunkt der Vermittlung lag im Biologieunterricht der 5. und 6. Klasse. Mit einer Ausnahme (Saarland) wurden Wildpflanzen und -tiere nie auf dem Art- oder Gattungsniveau aufgeführt, sondern nur auf höheren taxonomischen Ebenen wie der Klasse und bei Pflanzen der Familie. Dies ermöglicht Lehrkräften einen großen Handlungsspielraum. Allerdings sollten sie in ihrer Ausbildung entsprechend vorbereitet werden, um Artenkenntnisse adäquat vermitteln zu können. Die Vielfalt einheimischer Wildarten könnte auch in den Bildungsplänen selbst aufgegriffen werden, indem Pflanzen und Tiere vorgegeben werden, die Schülerinnen und Schüler am Ende einer bestimmten Jahrgangsstufe kennen und benennen können sollten.
96. Jahrgang 2021
Heft 8
Seitenbereich 385 - 392
DOI: 10.17433/8.2021.50153933.385-392