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Produktbeschreibung
Universitätskliniken und kommunale Klinikverbünde stehen gegenwärtig vor tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen. Sie bewegen sich im Spannungsfeld multipler Zielsysteme: wissenschaftliche Exzellenz, qualitativ hochwertige Patientenversorgung, wirtschaftliche Tragfähigkeit sowie die Erfüllung eines umfassenden öffentlichen Versorgungsauftrags. Diese hybriden Organisationsstrukturen erfordern Governance-Modelle, die unterschiedlichen Rationalitäten gerecht werden und zugleich handlungsfähig bleiben. Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) gewinnt diese Diskussion zusätzlich an Bedeutung. Die Einführung neuer Vorhaltefinanzierungsmechanismen, die stärkere Strukturorientierung sowie die angestrebte sektorenübergreifende Versorgung erhöhen den Steuerungsdruck auf Träger, Vorstände und Aufsichtsgremien gleichermaßen. Governance wird damit nicht lediglich zur Frage formaler Aufsicht, sondern zu einem zentralen Faktor institutioneller Zukunftsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Aufsichtsratsstrukturen universitärer und kommunaler Kliniken ausgestaltet sein müssen, um Legitimation, Transparenz, strategische Steuerungsfähigkeit und Entscheidungsdynamik miteinander zu verbinden.