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Viele autistische Menschen wirken im Alltag über lange Zeit stabil und angepasst. Erst im geschützten Raum zeigen sich Erschöpfung, Überforderung oder emotionale Zusammenbrüche. Dieses Phänomen beschreibt Karina Börger als "Türschwellensyndrom". Das Buch erläutert, warum diese Reaktionen keine plötzlichen Veränderungen darstellen, sondern die Folge sind von langfristigen Anpassungsleistungen, anhaltender Selbstregulation und "Masking" (soziales Anpassen). Anhand fachlicher Einordnung und alltagsnaher Beispiele wird gezeigt, wie Reizverarbeitung, Beziehungskontexte und Sicherheit zusammenwirken und weshalb Entlastung häufig erst im geschützten Raum möglich wird.
Die Autorin
Karina Börger ist zertifizierte Autismus-Therapeutin und selbstständige Autismus-Beraterin. Sie ist selbst Autistin und Mutter zweier autistischer Teenager. Seit vielen Jahren begleitet sie autistische Menschen und ihre Familien: 2019 gründete sie eine Selbsthilfegruppe, die sie über mehrere Jahre ehrenamtlich leitete, und klärt seit 2024 auf Instagram Interessierte zum Thema Autismus auf. Durch langjährige praktische Erfahrung und umfangreiche Weiterbildung verbindet sie fachliche Expertise mit persönlichem Verständnis und alltagsnaher Beratung.