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Die reichhaltigen Forschungsbefunde zu langem Entwicklungsgeschehen über mehrere Lebensphasen hinweg sind bislang noch zu wenig in der Entwicklungspsychologie angekommen. Auf Basis eines integrativen Rahmenmodells bietet dieses Lehrbuch einen systematischen Überblick über frühe Risiko- und Schutzkonstellationen und deren Auswirkungen im weiteren Lebensverlauf. Im Fokus stehen früh erkennbare Unterschiede etwa in Intelligenz, Psychomotorik und sozioemotionaler Anpassung sowie die langfristigen Folgen traumatischer Kindheitserfahrungen, darunter Misshandlung, Gewalt und Vernachlässigung. Vertiefungsangebote, Reflexionsfragen und Praxisbezüge fördern eigenständiges Lernen. Fragen von Diversität und Ungleichheit werden konsequent berücksichtigt.
Das Buch zeigt: Entwicklungen im Erwachsenenalter sind maßgeblich durch frühe Prozesse mitgeprägt.
Die AutorInnen
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl ist Dipl.-Psychologe, Seniorprofessor und Projektleiter am Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Adaptationsprozesse im späten Leben, die Rolle subjektiven Alternserlebens sowie Verluste und Gewinne im sehr hohen Alter.
Prof. Dr. Sabine Schäfer, Dipl.-Psychologin, ist Professorin für Bewegungswissenschaft (Motorik und Kognition) an der Universität des Saarlandes. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Zusammenspiel von Kognition und Motorik über die Lebensspanne und in unterschiedlichen Sportkontexten.
Prof. Dr. med. Romuald Brunner ist Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind die Präventions- und Therapieforschung bei Jugendlichen mit selbstschädigenden und suizidalen Verhaltensweisen.
Prof. Dr. Denis Gerstorf ist Professor für Entwicklungspsychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Fellow des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sowie Sprecher der Berliner Altersstudie II (BASE-II). Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind Fragen der Individualität des Alter(n)s.
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